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Fact or Fiction? #37 - World Series

factofiction Herzlich willkommen zum 37. Mal zu Fact or Fiction? auf binsider.de. Natürlich steht diese Ausgabe ganz im Zeichen der World Series.

Die Serie zwischen den Kansas City Royals und San Francisco Giants beginnt am Dienstag. Das erste Mal seit 2002 haben es zwei Wildcard-Teams in die World Series geschafft.

Unsere Redakteure nehmen Lineups, Rotationen, Bullpens und die Manager unter die Lupe. Zusätzlich gibt es Vorhersagen für Spiel 1 zwischen Madison Bumgarner und James Shields. Genaue Tipps für den Ausgang der Serie fehlen natürlich auch nicht.

Die kurze Erklärung für neue Leser: Eine kontroverse Behauptung wird in den Raum gestellt, und anschließend begründet der jeweilige Redakteur, ob diese Behauptung für ihn Fact (wahr) oder Fiction (falsch) ist.



1. Fact or Fiction: Kansas City hat eine viel gefährlichere Lineup als die Giants.



Rene: Fiction. Die Giants haben mit Posey, Sandoval und Pence drei Leute im Lineup die Spiele im Alleingang entscheiden können. Den Royals-Spielern fehlt in meinen Augen doch etwas die Konstanz, vor allem bei Hosmer und Moustakas stellt sich die Frage, ob sie den Höhenflug fortsetzen können. Außerdem können die Giants in Kansas City Michael Morse noch als Designated Hitter bringen; in San Francisco wird den Royals Billy Butler wohl abgehen.

Erich: Fiction. Kansas City spielt klassischen Small Ball mit Bunts, Base Stealing und verfügt zudem über eine sehr gute Defensive. Aber die zwei besten Offensivkräfte der World Series stehen mit Buster Posey und Pablo Sandoval im Lineup der Giants. Vorteile, wenn auch gering, sehe ich eher bei den Giants, da das gesamte Team in Clutch-Situationen sehr stark ist.

Basti: Fact. Aufgrund der zuletzt gezeigten Leistungen in den Playoffs haben die Royals mit wesentlich mehr Power geschlagen als die Giants. Wenn man mal das fünfte Spiel gegen die Cardinals ausklammert, dann haben die Giants in der kompletten Serie ohne Extra Base Hit ihre Punkte erzielt. Die Royals dagegen sind offensiv regelrecht explodiert. Mike Moustakes schlug in beiden Serien jeweils zwei Home Runs, herausragend für einen Spieler, der im Lineup ganz hinten schlägt. In der Regular Season benötigte er für seinen letzten Home Run immerhin 163 At-Bats.

Michel: Fact. Unter der Prämisse, dass gefährlich die Möglichkeiten, um zu Runs zu kommen aufzeigt. Denn die Royals haben viele Spezialisten im Lineup: Speedster wie Cain, Dyson, Escobar, Power mit Moustakas, Hosmer etc. Die Giants sind hingegen ausgeglichener aufgestellt, da kann jeder für eine hohen Average schaffen und den Ball immer mal wieder über den Zaun schlagen. Die Royals haben einfach ein etwas größeres Arsenal an Möglichkeiten.

Marcus: Fiction. Die Royals haben kaum Runs erzielt gegen die die Orioles. Das Pitching war der Hauptgrund für das so dominante Auftreten und Weiterkommen. Die Giants haben insgesamt mit Buster Posey, Pablo Sandoval oder Hunter Pence gefährlichere Hitter im Team als die Royals, die keineswegs schlecht sind.



2. Fact or Fiction: San Franciscos Rotation ist stärker als die der Royals.




Rene: Fiction. Auf der Position des Ace-Pitchers haben die Giants vielleicht einen kleinen Vorteil - "Big Game James" hat in den wichtigen Spielen der Postseason über seine Karriere betrachtet - anders als etwa Madison Bumgarner - keine allzu gute Bilanz. Dafür haben bei den Giants in der NLCS alle anderen Starter eher schwache Leistungen gezeigt, während bei Kansas City Vargas und Guthrie überzeugen konnten.

Erich: Fact. So richtig überzeugt hat bei den Royals in den Playoffs noch kein Starter. Sowohl "Big Game James" Shields wie auch die anderen Starter haben sich bisher immer irgendwie ins sechste Inning gerettet und an den erstklassigen Bullpen übergeben. Die Giants hingegen haben mit Madison Bumgarner ein Ace, das derzeit in sehr guter Form ist. Sollte es wirklich hart auf hart kommen, wird MadBum mit Short Rest das siebte Spiel pitchen und falls die Kraft nachlässt, sofort an Yusmeiro Petit übergeben.

Basti: Fact. Wie schon in der LCS gegen die Cardinals spielt hier der Faktor Erfahrung eine große Rolle. Zudem verfügt man mit Madison Bumgarner über ein Staff Ace, während die Royals eher eine ausgeglichene Rotation vorzuweisen haben, wenngleich James Shields genau der richtige Pitcher für Spiel 1 ist. Die Rotation der Giants steht für Spiel 1-4: Bumgarner, Peavy, Hudson und Vogelsong. Ned Yost hat bisher nur die Starter für Spiel 1 und 2 mit Shields und Yordano Ventura bekannt gegeben. Ventura musste seinen letzten Start relativ plötzlich verlassen, und er wird wohl in dieser Saison inklusive Playoffs über 200 Innings Einsatzzeit haben, in meinen Augen ein Risiko, welches man eingeht.

Michel: Fact. Madison Bumgarner ist klar der stärkste Pitcher in der World Series. Mit Jake Peavy und Tim Hudson folgen ihm zwei Veteranen, die wissen, was zu tun ist auf der großen Bühne. Bei den Royals startet James Shields in Spiel 1. Bislang konnte er aber in den Playoffs nicht so wirklich überzeugen und seinem Spitznamen "Big Game" gerecht werden – vielleicht waren die ALDS und ALCS für ihn aber zu wenig "Big Games" und er zeigt sein Können in der WS. Die übrigen Starter der Royals sind gut für einen Quality Start, aber vielmehr auch nicht. Halten sie aber die Royals im Spiel und gehts in den Bullpen, kann das etwas werden für die Royals.

Marcus:  Fact. Angeführt von Madison Bumgarner haben die Giants mehr Tiefe in der Rotation. Bei den Royals wird es hinter James Shields und Yordano Ventura etwas wackliger. Die Giants haben da andere Kaliber wie Jake Peavy, Ryan Vogelsong oder Tim Hudson, die allesamt Spiel zwei pitchen könnten.



3. Fact or Fiction: Das Bullpen der Kansas City Royals ist dem der Giants überlegen.



Rene: Fact. Beide Bullpens haben für ihre Mannschaften Spiele gewonnen, auch die Reliever der Giants haben so gut wie gar nichts anbrennen lassen. Trotzdem verfügen die Royals über das bessere Personal.

Erich: Fact. Das muss man so unterschrieben. Schafft es ein Royals-Starter eine Führung irgendwie ins sechste Inning zu tragen, ist der Sieg fast gewiss. Denn Kelvin Herrera, Wade Davis und Greg Holland haben bisher nichts anbrennen lassen. Und auch Jason Frasor hat in der Postseason noch eine weiße Weste. Der Bullpen der Giants ist der zweitbeste der bisherigen Postseason, aber mit dem Royals-Trio kann er nicht ganz mithalten. Das größte Plus im Bullpen der Giants ist wahrscheinlich Yusmeiro Petit.

Basti: Fact. Die Reliever Kelvim Herrera, Wade Davis und Greg Holland hatten in der Regular Season allesamt einen ERA von unter 1.50, das hat es seit der Saison 1907 (!) nicht mehr gegeben. In den Playoffs hat Yost die drei genannten wesentlich hoch frequentierter eingesetzt, als noch in der Regular Season. Herrara und Davis haben in diesem Jahr noch nicht einen Home Run abgegeben und nur der Closer Greg Holland war in der Postseason ein wenig anfällig, weil er in seinen acht Auftritten immerhin fünf Walks abgab - auch die Giants werden gegen ihn sehr viele Pitches nehmen und versuchen per Walk auf Base zu gelangen. Der Pen der Giants überlebte die Serie gegen die Cardinals. Man gab relativ viele Runs - auch Home Runs - gegen St. Louis ab. Allerdings konnte man den Großteil der knappen Spiele allesamt irgendwie nach Hause bringen. Der Vorteil im Bullpen ist nicht sonderlich groß, aber von der Papierform her, verfügen die Royals über die besseren Waffen.

Michel: Fact. Der Bullpen der Royals besteht zwar hauptsächlich aus drei Leuten (Herrera, Davis und Holland), aber diese drei sind absolute Elite und haben dies in der ganzen Saison und in den Playoffs (allen voran in der ALCS) gezeigt. Es scheint zudem, dass Ned Yost gelernt hat, wie er sie am besten einsetzt und das scheint zu funktionieren, wenn sie auch mehr als ein Inning werfen müssen. Die Giants hingegen können nicht auf diese Konstanz im Bullpen zurückgreifen.

Marcus: Fact. Der Bullpen der Royals war der Hauptgrund für das Dasein der Royals in der World Series. Die Reliever haben allesamt kaum etwas zugelassen und komplett dominiert. Die Giants haben zwar ganz am Ende mit Santiago Casilla oder Sergio Romo auch sehr dominante Leute, aber gerade ein Rod Strickland ist eine große Schwachstelle und gab schon vier Home Runs in dieser Postseason ab.



4. Fact or Fiction: Bruce Bochy - anstatt Ned Yost - als Manager zu haben ist ein großer Teil Vorteil für die Giants in dieser Serie.



Rene: Fiction. Was ein Manager durch Taktik in einem Spiel bewegen kann, wird gemeinhin überschätzt - gefährlich wird es nur, wenn Manager versuchen, besonders clever zu sein und besonders ausgefallene Ideen bekommen. Ich denke, Ned Yost hat in den Playoffs bereits seine Lektion gelernt, auf "geniale" Ideen eher zu verzichten. Und auch das managen unter den National-League-Regeln sollte kein Problem sein.

Erich: Fiction. Bruce Bochy hat bereits zwei World-Series-Ringe und ist somit Ned Yost, was die Erfahrung betrifft, weit überlegen. Aber der Manager der Royals hat bisher sein Team für die Playoffs bestens eingestellt. Bei einem Mangel an Power Hittern lässt er klassisches Baseball der alten Schule spielen. Auch seine Starter hat er immer zur rechten Zeit vom Mound genommen. Natürlich versteht auch Bochy sein Handwerk, aber einen signifikanten Vorteil kann ich nicht erkennen.

Basti: Fact. Wenngleich die Postseason bisher gezeigt hat, dass der Einfluss eines Managers nicht sonderlich groß ist. Große Teile des Bulllpens der Giants haben schon beim World-Series-Sieg 2010 im Kader gestanden und viele Pitching Changes sind für Bochy zur Routine geworden, weil er eben in der Vergangenheit schon so viele Postseason-Spiele gemanagt hat. Ned Yost hat in den Playoffs viele fragwürdige Entscheidungen bisher getroffen, die aber allesamt zum Sieg geführt haben. Trotz dieses Managers muss man auch erstmal schaffen acht Playoff-Spiele in Folge zu gewinnen. Dieser Faktor spielt für mich keine große Rolle, aber Bochy ist ohne Diskussion der bessere In-Game-Manager der beiden Teams.

Michel: Fact. Das kann man nicht laut genug sagen. Zwar hat Yost in der ALCS gelernt, seine Bullpenstars richtig einzusetzen, wer aber bei zwei Runnern on base seinen Nummer-drei-Hitter (der .667 schlägt) bunten lässt, gehört der Hintern versohlt. Bruce Bochy hat 2010 und 2012 bewiesen, dass er ein Team formen und führen kann und er findet anscheinend immer wieder einen "unsung hero" im Team (2010 Cody Ross, 2012 Marco Scutaro und 2014 Travis Ishikawa). Von daher sind die Vorteile bei Bochy.

Marcus: Fact. Unzweifelhaft. Bochy hat zwei Ringe aus den letzten vier Jahren. Er scheint immer die richtigen Entscheidungen zu treffen und führt sein Team hervorragend. Bei Yost fragt man sich immer, ob er gerade versucht, sein Team zu sabotieren. Schon in der Wildcard hätte seine Entscheidung, Shields ganz früh rauszunehmen, beinahe die Saison beendet. Er hatte einiges an Glück, sodass seine Fehler nicht bestraft wurden, aber Glück geht irgendwann mal aus.



5. Fact or Fiction: San Francisco wird Spiel 1 mit Ace Madison Bumgarner gewinnen.



Rene: Fiction. Die Royals werden den Heimvorteil nützen und die Serie mit einem Sieg beginnen.

Erich: Fact. Von der Papierform her ist das eine klare Angelegenheit. Denn den Vergleich Bumgarner / Shields gewinnt klar das Ace der Giants. Madison Bumgarner hat in 31 Innings fünf Earned Runs kassiert, während James Shields in 15 Innings zehn Runs hinnehmen musste. Wie kann man also MadBum bezwingen? Die Cardinals haben ihm bei seinem letzten Starts zwei Home Runs eingeschenkt. Wenn das den Royals auch gelingt, womöglich mit Läufern auf Base, haben sie gute Chancen auf einen Sieg. Sie sollten aber nicht darauf hoffen, dass ihn Bochy zu lange im Spiel lässt, denn der starke Bullpen kann sofort übernehmen.

Basti: Fiction. Bumgarner hatte noch nie so viel Einsatzzeit in seiner Karriere wie in diesem Jahr, zudem hat er 2010 und 2012 jeweils nur einen Start in der World Series absolviert. Dieses Mal ist er das Ace und wird bei einer Serie von fünf oder mehr Spielen definitiv zweimal starten. Man darf gespannt sein, wie lange Bochy sein Ace im Spiel lässt. Ich kann mir nicht vorstellen, dass er ihn 110 oder mehr Würfe machen lässt. James Shields auf der Gegenseite verfügt auch über genug Erfahrung in so einem Spiel, daher seh ich Bumgarner noch nicht als Sieger den Platz verlassen. Außerdem hat Shields in der World Series 2008 gegen die Phillies seinen damaligen Start erfolgreich bestritten - er weiß also wie man solche Spiele gewinnt.

Michel: Fiction. Heimspiel für die Royals, James Shields als Gegner, ausgeruhter Bullpen. Ich glaube die Fans und der Bullpen werden die Royals zu einem Sieg in Spiel 1 führen – mit Tendenz zu Extra Innings.

Marcus: Fact. Die Giants gehen zwar gegen "Big Game" James Shields ins Rennen, aber der ist durchaus zu überwinden. Es wird nicht leicht, aber möglich ist das allemal. Bumgarner wiederum hat bis auf seinen Error in der NLDS eigentlich nichts zugelassen in der Postseason und ist auch nicht zufällig der MVP der NLCS geworden.



6. Fact or Fiction: Die Kansas City Royals werden die World Series gewinnen.



Rene: Fact. Für die Royals spricht vor allem ihre ausgezeichnete Defensive - so hat man schon den Orioles den letzten Nerv geraubt. Ein etwas spannenderer Verlauf als jener der zwei League Championship Series ist aber dennoch zu erhoffen - 4:2 Kansas City.

Erich: Fiction. 2010-2012-2014. Der dritte World-Series-Titel für die Giants scheint vorprogrammiert. Oder doch der erste Titel seit 1985 für die Royals nach ihrer 8-0-Postseason-Serie? Blicken wir auf die Key Facts. Nur die Giants haben mit Bumgarner ein Ace, das derzeit den Namen Ace auch verdient. Dazu hat im Lineup fast jeder Spieler bewiesen, dass er in Clutch-Situationen wichtige Hits landen kann. Die Royals bringen mit ihren aggressiven Small Ball den Gegner sofort in Bedrängnis und der extrem starke Bullpen jede Lineup zur Verzweiflung. Aber reicht das? Nein, die Giants gewinnen die Serie mit 4-2.

Basti: Fact. Mit einem superstarken Bullpen in der Hinterhand glaube ich an einen Sieg der Royals in sechs Spielen.

Michel: Fact. Sicherlich schwebt da auch ein wenig mein Wunsch mit. Für mich gibts im Prinzip zwei Möglichkeiten: Entweder bleiben die Royals so heiss und es gelingt ihnen wie bislang in den Playoffs fast alles oder sie werden von der World-Series-Magie überwältigt und gehen deutlich unter. Ich denke aber, dass aufgrund des Speeds, der Defense, des Bullpens und der Fans die Royals mit 4:1 die Oberhand behalten werden.

Marcus: Fiction. So schön das auch wäre als Zero-to-Hero-Story, kann ich mir nicht vorstellen, dass die Giants diese Serie verlieren. Sie finden immer einen Weg und gewinnen zur Not auf ganz komische Art und Weise. Das können die Royals zwar auch, aber die große Postseason-Erfahrung der Giants dürfte den Ausschlag geben. Die Giants gewinnen in fünf Spielen.

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